Gemeinsam Engagiert!

 

Im Freiwilligenmanagement sind wir mit Herausforderungen konfrontiert, die neue Antworten und Konzepte erfordern. Diese Herausforderungen stellten wir bei allen vier beteiligten europäischen Partnern fest.
Ziel des Projektes ist es,
– über den europäischen Austausch unterschiedliche Antworten, Instrumente und Konzepte kennenzulernen und diese
untereinander zu vergleichen
– den europäischen Wissenstransfer zu nutzen, um neue Perspektiven und Handlungsoptionen für die eigene Arbeit zu
gewinnen
– über gemeinsame Lernerfahrungen die Teilhabechancen von Menschen zu erweitern
– ein gemeinsames Verständnis von Freiwilligenarbeit, das auf demokratischen europäischen Werten basiert, zu vertiefen
und damit die Grundlage für einen weiteren europäischen Austausch zu legen.

Konkret haben wir folgende Bedarfe und Ziele ermittelt:
1. Aktuelle Krisen (z.B. Coronapandemie, Flutkatastrophe, Ukrainekrieg) rufen zwar eine große Hilfsbereitschaft hervor, für
das Freiwilligenengagement bedeutet dies aber eine große Herausforderung. Wir müssen sehr schnell und flexibel
reagieren und gleichzeitig auf Qualitätsstandards achten. Schwierig ist das Matching von Hilfegebenden und
Hilfesuchenden. Soziale Organisationen kennen den Bedarf an Hilfe, jedoch müssen sich die Hilfesuchenden als solche zu
erkennen geben. Ziel: Es werden Lösungsansätze für ein organisiertes und strukturiertes Vorgehen der
Freiwilligenkoordination in Krisensituationen erarbeitet.

2. Freiwilliges Engagement ist ein wichtiger Faktor für gesellschaftliche Teilhabe. Engagierte kommen jedoch vorwiegend
aus einer einkommensstarken Mittelschicht und gut gebildeten Bevölkerungskreisen. Wir benötigen mehr Expertise, wie
Menschen aus anderen gesellschaftlichen Milieus für freiwilliges Engagement gewonnen werden und welche Unterstützung
sie bei ihren Einsätzen benötigen. Ziel: Es werden Eckpunkte entwickelt, wie benachteiligte Personengruppen in ein
freiwilliges Engagement einbezogen werden können.

3. Nachbarschaftshilfen, Kleiderläden, Fahrradwerkstätten und ähnliche Angebote der Existenzsicherung sind ein wichtiger
Bestandteil der sozialen Versorgung geworden. Jedoch ist es wichtig, dass es sich nicht nur um solitäre Angebote ohne
einen Bezug zum sozialräumlichen Umfeld handelt. Wir wollen herausfinden, wie solche Angebote zu
Kristallisationspunkten in Dörfern, Stadtvierteln und Quartieren werden können und damit einer weiteren Individualisierung
und Vereinsamung entgegenwirken. Ziel: Das Konzept Carrying Community wird auf die Projekte der Caritas Steiermark
adaptiert und geprüft, inwieweit die europäischen Partner davon profitieren können.

4. Für die Gewinnung von Engagierten nimmt die digitale Engagementvermittlung einen immer größeren Raum ein. Es gibt
verschiedenste Portale, zu denen wir über die einzelnen Regionen hinaus Erfahrungen austauschen und
Verbesserungspotentiale erkennen können. Ziel: digitale Engagementportale hinsichtlich Barrierefreiheit, Teilhabechancen
und Inklusion reflektieren.

Das Projekt wird über den Zeitraum von zwei Jahren (01.01.2024 – 31.12.2025) von der Europäischen Union über
das Förderprogramm Erasmus+ kofinanziert.
Projektträgerin: Volkshochschule Bildungsinstitut VoG

Partnerorganisationen:
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. (Deutschland)
CARITAS DER DIOZESE GRAZ-SECKAU (Österreich)
KVW Bildung (Italien)